Viele Frauen legen während der Wechseljahre mehrere Kilos zu. Dafür zeichnen nicht nur die Hormonumstellung, sondern ebenso veränderte Lebensumstände verantwortlich. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie einem Übergewicht gegensteuern und abnehmen können.

Warum nehme ich während der Wechseljahre zu?

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel. Der Körper lagert daraufhin vermehrt Fettreserven an – vor allem am Bauch. Das ist bedenklich, da Bauchfett Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie Diabetes begünstigt. Während der Wechseljahre gibt es darüber hinaus ein erhöhtes Risiko für eine Schilddrüsenunterfunktion. Diese begünstigt unter Umständen eine Gewichtszunahme.

Die Hormonumstellung während der Wechseljahre wirkt sich möglicherweise auf die psychische Verfassung aus. Manche Frauen fühlen sich erschöpft, gereizt und futtern sich Kummerspeck an! Tipp: Gegen die Stimmungsänderungen wirken neue Hobbies besser als Schokolade. Gehen Sie jedoch zum Arzt, wenn es Ihnen über einen längeren Zeitraum nicht gut geht.

Daneben spielt das Alter eine große Rolle: Jeder Mensch baut im Laufe des Älterwerdens Muskelmasse ab. Die Muskeln benötigen in jungen Jahren viel Energie und verbrennen deshalb praktischerweise Kalorien. Im Alter benötigt Ihr Körper diese Kalorien nicht mehr für die Muskeln und lagert Fett ein. Stellen Sie sich darauf ein, dass sie etwa ab dem 40. Lebensjahr weniger Kalorien brauchen als vorher.

Eine Frau möchte in den Wechseljahren abnehmen

Viele Frauen neigen dazu, in den Wechseljahren ein paar Pfunde zu zu legen. Foto: © Picture-Factory – Fotolia.com

Bewegung hält gesund und schlank

Lebensgewohnheiten ändern sich: Viele Menschen verbringen im Laufe des Älterwerdens ihre Freizeit lieber ruhig auf dem Sofa als etwas zu unternehmen. Deswegen gilt regelmäßige Bewegung während der Wechseljahre als sehr wichtig. Studien haben ergeben, dass Frauen, die sich während der Wechseljahre regelmäßig bewegen, ihre Cholesterinwerte bessern und ihr Gewicht senken konnten.

Idealerweise treiben Sie wenigstens dreimal in der Woche mindestens eine Stunde Sport. Ein Spaziergang gilt dabei als ausreichend, wenn Sie Ihren Stoffwechsel angekurbelt wollen. Besser ist natürlich eine Sportart, die Sie ins Schwitzen bringt und Spaß macht. Sprechen Sie sich mit Ihrem Arzt ab, welche Art von Bewegung Ihnen am besten beim Abnehmen hilft.

Ernährungsumstellung besser als Diät

Am besten werden Sie die überflüssigen Pfunde mit der richtigen Ernährung los. Dabei gilt: Eine Diät hilft, eine Ernährungsumstellung wirkt besser. Wichtig ist, dass Sie sich auf Dauer kalorienärmer und gesünder ernähren. So entgehen Sie dem Jojo-Effekt, der Ihnen auf lange Sicht noch mehr Kilos beschert. Falls Sie schon Übergewicht haben: Befolgen Sie lieber eine Ernährungsumstellung, die zu langsamen, lang anhaltendem Gewichtsverlust führt.

Gehen Sie beim Abnehmen überlegt vor: Auf welche Fettmacher verzichten Sie am besten? Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst – Sie sollten die Ernährungsumstellung durchhalten. Faustregel: Verzichten Sie auf Fertigprodukte, Süßigkeiten und fetthaltiges Essen. Greifen Sie vor allem bei Obst und Gemüse zu. Essen Sie sich mit gesunden Produkten satt, hungern sollten Sie auf keinen Fall!

Generell gilt: Ein paar Kilo mehr sind unbedenklich. Leiden Sie an Übergewicht, steigt Ihr Risiko für gefährliche Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes. Falls Sie sich bezüglich Ihres Gewichts unsicher sind, berechnen Sie am besten Ihren BMI. Er errechnet sich aus Ihrem Gewicht  geteilt durch die Körpergröße (in Zentimeter) im Quadrat. Das Resultat liegt idealerweise zwischen 19 und 24.

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