Sie wachen nachts verschwitzt auf und leiden unter starken Zyklusstörungen? Möglicherweise sind das Hinweise, dass Sie in die Wechseljahre kommen. Lassen Sie sich am besten von einem Arzt untersuchen!

Die Wechseljahre sind nicht immer offensichtlich

Woran erkennen wir, ob die Wechseljahre begonnen haben? Foto: © Jeanette Dietl – Fotolia.com

Die Beschwerden der Wechseljahre (Klimakterium) nennen Wissenschaftler Klimakterisches Syndrom. Die Wechseljahre kündigen sich zwei bis sieben Jahre vor der Menopause an. Die Menopause ist die letzte Regelblutung einer Frau. Bei manchen Frauen setzt das Klimakterium schon um das 40. Lebensjahr ein. Ein Drittel der Frauen hat dabei so stark ausgeprägte Symptome, dass sie eine Behandlung brauchen.

Erste Anzeichen: Zyklusstörungen

Als erstes machen sich die einsetzenden Wechseljahre durch Veränderungen bei der Monatsblutung bemerkbar. Der Zyklus wird immer unregelmäßiger und kürzer. Bei diesen Zyklusstörungen bluten manche Frauen stärker als vorher oder sie leiden unter Zwischenblutungen. Die Zyklusstörungen dauern oftmals mehrere Monate oder Jahre. Wenn Sie die Pille nehmen, bemerken Sie die Zyklusstörungen möglicherweise nicht, da die Pille regulierend wirkt.

Zur Menopause hin häufen sich bei vielen Frauen die typischen Symptome des Klimakteriums. Der Körper fährt über die Wechseljahre die Produktion von Östrogen herunter. Der sinkende Östrogenspiegel und der Anstieg von Stresshormonen wirken sich auf den ganzen Körper aus. Diese Veränderungen spüren viele Frauen.

Hitzewallungen, Blasenschwäche und Brustschmerzen

Etwa sieben von zehn Frauen leiden in den Wechseljahren unter Schweißausbrüchen und Hitzewallungen. Oftmals laufen wellenartige Hitzeschübe über Gesicht und Oberkörper, die von Schweißausbrüchen und anschließendem Frösteln begleitet werden. Das  zunehmende Alter schwächt auch die Beckenbodenmuskulatur. Die Muskeln des Beckenbodens helfen beim Wasserlassen. Funktionieren sie nicht mehr so zuverlässig, leiden Betroffene vermehrt unter Blasenschwäche.

Schmerzen in der Brust zählen zu den typischenWechseljahrsleiden. Diese spüren Betroffene vor allem vor der Monatsblutung. Wassereinlagerungen im Brustdrüsengewebe verursachen die Spannungen. Die Schmerzen treffen manche Frauen vor dem einsetzenden Klimakterium.

Der Östrogenmangel hat ebenso Auswirkungen auf den Genitalbereich. Die Schleimhäute werden dünner und trockener, denn das Östrogen hält die Haut feucht und fest. Der Hormonmangel macht die Schleimhäute anfälliger für Krankheiten im Genitalbereich, da die Bakterien so leichter eindringen können. Durch die trockene Scheide haben einige Frauen während der Wechseljahre Schmerzen beim Sex. Ein Gleitgel kann helfen.

Schlafstörungen während der Wechseljahre

Schlafstörungen treten oft während der Wechseljahre auf, da die Hormone die Schlafphasen beeinflussen. Der Schlafrhythmus wird gestört. Typisch sind Schwierigkeiten beim Einschlafen und häufiges Aufwachen während der Nachtruhe. Das führt zu Müdigkeit und abnehmender Leistungsstärke. Die hormonelle Umstellung bringt bei vielen Frauen die Psyche aus dem Gleichgewicht: Sie reagieren depressiv oder nervös und launisch. Das liegt an einem Mangel an Östrogen, das stimmungsaufhellend wirkt.

Klimakterium erkennen

Die Beschwerden unterscheiden sich während der Wechseljahre von Frau zu Frau. Manche Betroffene reagieren auf das Klimakterium mit Haarausfall, Gewichtszunahme und Harnwegsinfektionen. Darüber hinaus steigt während der Wechseljahre das Risiko für Osteoporose.

Einige dieser Anzeichen treffen auf Sie zu? Dann gehen Sie zum Arzt. Der Frauenarzt kann testen, ob Sie in den Wechseljahren sind. Dafür misst er den Hormonspiegel über einen längeren Zeitraum. Er kann auch prüfen, ob nicht eine andere Erkrankung hinter diesen Beschwerden steckt.

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