Die Sandalen-Saison beginnt – doch statt schöner Füße sieht man oft brüchige und erkrankte Nägel. Jeder fünfte Erwachsene leidet unter Nagelpilz. Nur – wie bekommt man die Pilzinfektion und welche Therapie hilft dagegen? Was ist ein Antimykotikum? Die wichtigsten Stichworte zum Thema Nagelpilz von A bis Z:

Mit der richtigen Pflege können Sie Nagelpilz schnell eindämmen.

Im Sommer will man gepflegte Füße zeigen. Foto: © doble.d – Fotolia.com

Ansteckung

Mit Fuß- und Nagelpilz können Sie sich praktisch überall anstecken. Im Schwimmbad, in der Sauna oder im Fitnessstudio – in feuchter Wärme fühlen sich die Sporen sehr wohl. Tragen Sie in solchen Einrichtungen Badeschuhe, das kann das Infektionsrisiko mindern. Durch mechanische Belastung der Füße (zum Beispiel beim Sport), kann es zu Mikroverletzungen kommen. Sie ermöglichen das Eindringen der Pilze.

Behandlung

Nagelpilz wird mit einem Antimykotikum (Antipilzmittel) behandelt. Oft empfiehlt der Arzt hierzu einen rezeptfreien antimykotischen Nagellack aus der Apotheke. Ist der Pilzbefall sehr ausgedehnt, kann eine zusätzliche Tabletteneinnahme erforderlich sein.

Ciclopirox (Antimykotikum)

In wissenschaftlichen Studien hat sich der Antipilzwirkstoff als effektives Breitband-Antimykotikum gegen alle gängigen Pilzerreger herausgestellt. Darüber hinaus bekämpft der Wirkstoff Ciclopirox die Pilzsporen. Das verhindert ein Wiederaufflammen der Infektion.

Diabetes

Die Zuckerkrankheit begünstigt wie andere chronische Erkrankungen, die mit Durchblutungsstörungen und Immunschwächen einhergehen, Pilzinfektionen. Betroffene sollten daher regelmäßig die Füße auf Verletzungen und Nagelveränderungen überprüfen.

Erkennen

Bei einer Nagelpilzinfektion verändert sich die Farbe des Nagels zu einem gelblich- bis bernsteinfarbenen Ton. Die Struktur wird krümelig-brüchig, der Nagel verliert an Glanz und Transparenz. Die Nagelplatte verdickt sich, und die Oberfläche wird uneben.

Fußpflege

Kürzen Sie Fußnägel mit der Feile und nicht mit der Schere, das verhindert ein Splittern der Nägel. Die Nägel gerade abfeilen, da sonst das Risiko des Einwachsens steigt. Hornhaut an den Füßen nicht abschneiden, sondern sanft abrubbeln. Anschließend am besten die Füße eincremen. Vor der Pediküre ein Fußbad, z.B. mit Olivenöl und Totes-Meer-Salz, zur Vorbereitung von Haut und Nägeln machen.

Geduld

Bis ein Nagelpilz mit allen Sporen abgetötet und der betroffene Fußnagel nachgewachsen ist, vergehen bis zu zwölf Monate. Eine Therapie erfordert deshalb Durchhaltevermögen und Geduld. Gerade weil die Behandlung langwierig ist, empfiehlt sich ein in der Handhabung unkomplizierter Nagellack.

Heilung

Nagelpilz heilt nicht von allein. Wenn Sie betroffene Nägel nicht behandeln, kommt es zur Verschlechterung des Nagelbildes bis hin zu völligem Nagelverlust. Eine effektive Therapie mit wasserlöslichem Ciclopirox-Nagellack ist erforderlich.

Keratin

HPCH ist eine Substanz, die aus natürlichem Chitin besteht. In einem medizinischen, wasserlöslichen Nagellack enthalten, bindet sie sich an das Nagelkeratin. Sie ermöglicht so, dass der Antipilzwirkstoff durch die Nageloberfläche tief in den Nagel eindringen kann.

Nagelpilz

Oftmals lösen Fadenpilze (Dermatophyten) den Nagelpilz (Onychomykose) an Finger- oder Fußnägeln aus. Sie ernähren sich von menschlicher Hornsubstanz. Nagelpilz-Infektionen mit Hefe- und Schimmelpilzen sind selten.

Schuhe und Strümpfe

Beide sollten nicht zu eng sein und aus natürlichen Materialien wie Leder und Baumwolle bestehen. In Kunstfasern schwitzen die Füße schneller. Schweißfüße bilden den idealen Nährboden für Pilze. Bei Pilzbefall am besten mit Socken im Bett schlafen, um den Partner nicht anzustecken.

 Quelle: TV für mich, Nr. 12.

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