Olivenöl ist aus den deutschen Küchen nicht mehr wegzudenken. Dabei schmeckt es nicht nur gut, sondern liefert dem Körper wichtige Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die vielfältigen positiven Eigenschaften des Olivenöls verleihen ihm eine heilende Wirkung, die auch den Alterungsprozess der Haut verlangsamt.

Vor allem im Mittelmeerraum, in dem Olivenöl als Hauptfettquelle dient, gelten die Menschen als gesünder. In südlichen Ländern wie Griechenland, Spanien und Süditalien erkranken weniger Menschen an Arteriosklerose und Herzinfarkt als in unseren nördlichen Breiten. Auch ist die Sterblichkeitsrate auf Grund von Dickdarmkrebs bedeutend niedriger.

Dank seiner Inhaltsstoffe hat Olivenöl eine gesundheitsfördernde Wirkung

Kaltgepresstes Olivenöl liefert eine Vielzahl gesunder Inhaltsstoffe. Foto © Christian Jung – Fotolia.com

Gesättigte Fettsäuren

Wenig Verwendung finden in der Region des Mittelmeers dagegen tierische Fette, die überwiegend gesättigte Fettsäuren enthalten. Sie schaden den Gefäßen und erhöhen das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkte.

Wie gesund ein Speiseöl ist, hängt vom Anteil der verschiedenen Fettsäuren ab. Öle mit wenig gesättigten Fettsäuren und vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren gelten wegen ihrer gesunden Wirkung als empfehlenswert.

Ungesättigte Fettsäuren

Olivenöl besteht aus bis zu 80 Prozent einfach ungesättigter Fettsäuren. Eine dieser Fettsäuren ist Linolsäure. Sie erzeugt Hormone, die die Durchblutung des Herzmuskels, den Herzrhythmus, den Blutdruck und die Blutgerinnung ausgleichen.

Eine erhöhte Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren wirkt sich positiv auf Magen- und Darm-Geschwüre sowie auf Gallensteine aus. Durch das Olivenöl verringert sich die Magensäuresekretion und der Gallensteinbildung wird vorgebeugt.

Olivenöl enthält bis zu 20 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper zum Aufbau von Zellmembranen benötigt. Als weitere Bestandteile von Olivenöl gelten:

  • Vitamine (Vitamin A, Vitamin E, Vitamin K)
  • Mineralien (Natrium, Magnesium, Kalzium, Kalium, Phosphor)
  • Spurenelemente (Eisen, Jod, Kupfer, Zink)
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Tocopherole, Phenolische Verbindungen, Geschmacks- und Aromastoffe)

Olivenöl bei Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die im Olivenöl vorhandenen Polyphenole Gene unterdrücken, die für die Entstehung von Entzündungen verantwortlich sind. Diese Entzündungsgene verursachen Diabetes, Übergewicht, hohen Cholesterinspiegel und Bluthochdruck. Der regelmäßige Genuss von Olivenöl verringert das „schlechte“ LDL-Cholesterin im Blut und wirkt sich positiv auf die Insulinempfindlichkeit aus.

Gesunde Haut dank Olivenöl

Zusammen mit den ungesättigten Fettsäuren verzögert der hohe Gehalt an Vitamin E und Antioxidantien den Alterungsprozess der Haut. Deshalb gilt Olivenöl als fester Bestandteil vieler Hautpflegeprodukte. Direkt nach dem Sonnenbaden aufgetragen reduziert es nachweislich die Gefahr für Hautkrebs.

Übersicht Speiseöle