Im Sommer freuen wir uns über heiße Temperaturen – und darüber, dass wir ohne Furcht vor Erkrankung auf dicke Winterkleidung verzichten können. Doch plötzlich läuft die Nase und der nächste Schwimmbadbesuch muss verschoben werden: Die Sommergrippe hat uns erwischt.

Anders als ihr Name vermuten lässt ist die Sommergrippe keine „echte Grippe“. Sie gilt als grippaler Infekt und somit als Erkältung. Eine Erkältung im Sommer? Geht das? Ja. Für eine Erkältung ist Kälte keine Grundvoraussetzung – sie erleichtert den Viren lediglich ihr Wirken. Im Gegensatz zur tatsächlichen Influenza wird die Sommergrippe nicht von den Influenzaviren sondern von den Enteroviren ausgelöst. Sie gelten als überaus widerstandsfähig.

Krankheitsverlauf bei einer Sommergrippe

Da die Sommergrippe nichts anderes als eine Erkältung ist, fallen die Symptome ähnlich aus: Husten und Schnupfen sowie Kopf- und Halsschmerzen stellen im Sommer deutliche Anzeichen für diesen grippalen Infekt dar. In seltenen Fällen kommt leichtes Fieber (nicht über 38,5 Grad) hinzu. Zusätzlich leiden Betroffene bei diesem Erkältungstyp häufig unter Beschwerden mit Magen und Darm. In der Regel haben wir eine Sommergrippe nach sieben bis maximal zehn Tagen überstanden.

Eine Frau mit Sommergrippe und Schnupfen im Freien

Auch im Sommer sind wir vor grippalen Infekten nicht gänzlich gefeit. Jedoch verläuft die Sommergrippe glimpflicher als eine Influenza. Foto: © Henry Schmitt – Fotolia.com

Behandlung bei Sommergrippe

Die Behandlung einer Sommergrippe fällt ebenfalls ähnlich zur Bekämpfung anderer Erkältungen aus. Gönnen Sie sich viel Bettruhe. Ihr Immunsystem wird mit den Viren selbstständig fertig, sofern Sie Ihrem Körper die nötige Ruhe lassen.

Trinken Sie viel – wir schwitzen bei sommerlichen Temperaturen mehr. In Verbindung mit Fieber droht hier andernfalls rasch Austrocknung. Mittel zur ursächlichen Behandlung einer Sommergrippe gibt es wie bei anderen Erkältungen nicht. Halsschmerzen wirken Sie mit Lutschtabletten aus der Apotheke entgegen.

Was hilft bei der Vorbeugung?

Eine Sommergrippe ist eine Erkältung – daher gibt es keinen wirksamen Impfschutz. Ihre Erreger sind dafür zu vielfältig und verändern sich obendrein zu schnell durch Mutation. Wie bei jedem grippalen Infekt bietet das körpereigene Immunsystem den besten Schutz. Es gilt also: Stärken Sie es! Wir empfehlen Ihnen eine ausgewogene Ernährung und Behandlung sowie viel Schlaf. Wer Ausdauersportarten wie Radfahren betreibt, tut ebenfalls viel für seine natürliche Abwehr.

Im Sommer können wir einiges mehr tun, um unser Immunsystem zu stärken: Genießen sie z.B. keine allzu kalten Getränke. Das schützt unsere Schleimhäute vor dem Austrocknen. Sie bilden unsere Virenbarriere. Vorsicht mit der Klimaanlage: Kühlen Sie ihre Räumlichkeiten nicht mehr als fünf Grad unterhalb der Außentemperatur, um Verkühlung und Zug zu vermeiden. Genießen Sie Sonnenbäder, doch übertreiben Sie es nicht! Zu viel Sonne schwächt unser Immunsystem.

 

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