Der Hals kratzt und die Nase läuft – dahinter vermuten wir schnell die Grippe. Umgangssprachlich ein klarer Fall, medizinisch geht diese Diagnose aber oftmals an der Wahrheit vorbei. In vielen Fällen haben wir uns zum Glück keine Grippe, sondern eine Erkältung eingefangen. Wo liegt der Unterschied zwischen den beiden Erkrankungen?

Frau mit Regenschirm und Taschentuch erkrankt an Erkältung

Bei laufender Nase und kratzendem Hals vermuten wir schnell eine Grippe. Oft ist es jedoch zum Glück nur eine Erkältung. Foto: © Gennadiy Poznyakov – Fotolia.com

Der Unterschied liegt bei den Symptomen

Bei Grippe und Erkältung handelt es sich um zwei verschiedene Krankheiten mit unterschiedlichen Symptomen. Sie verlaufen anders, haben jedoch eine grundlegende Gemeinsamkeit: Sowohl Grippe als auch Erkältung haben Viren als Auslöser und schwächen unser Immunsystem. Auch empfiehlt es sich, nicht nur die Grippe sondern auch die Erkältung ernst zu nehmen – andernfalls steigt das Risiko von Komplikationen.

Die Grippe – eine Impfung beugt vor

In der Medizin heißt die Krankheit, die wir als Grippe kennen, Influenza. Ihren Auslöser bildet das Influenzavirus vom Typ A oder B. In der Regel bricht eine Grippe bei uns schnell und ohne Vorankündigung aus. Ihre Symptome fallen heftig aus und ziehen den ganzen Körper in Mitleidenschaft. Neben Erkältung und Grippe unterscheiden wir die Sommergrippe. Sie hebt sich in ihrem Krankheitsbild nicht von anderen Formen der Erkrankung ab, tritt aber vermehrt im Sommer auf.

Wir tun gut daran, eine Grippe nicht zu unterschätzen. In Deutschland sterben pro Jahr mehrere tausend Menschen an den Folgen der Krankheit. Am besten schützen wir uns vor Grippe durch eine vorbeugende Impfung. Die Grippeviren mutieren ständig, weshalb der Impfschutz nur ein Jahr anhält – wir sollten uns daher jährlich bei unserem Arzt dagegen impfen lassen. Ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bei Grippe besteht für Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Die Erkältung – nur ein starkes Immunsystem schützt

Aufgrund der Gemeinsamkeiten von Grippe und Erkältung bezeichnen wir letztere folgerichtig als grippalen Infekt. Im Unterschied zur Influenza kommt die Erkältung schleichend über mehrere Tage, verläuft aber in den meisten Fällen glimpflich – Fieber gehört nicht zu ihren Symptomen. Bereits wenige Tage nach dem Ausbruch einer Erkältung sind Patienten normalerweise wieder hergestellt. Mögliche Komplikationen einer Erkältung sind eine Infektion der Nasennebenhöhlen oder des Mittelohrs.

Leider gibt es keine wirksame Impfung zum Schutz vor Erkältungen: Die auslösenden Virentypen sind zahlreich und ununterbrochen im Wandel, weshalb die Medizin keinen Impfstoff dagegen entwickeln kann. Ein starkes Immunsystem ist daher die beste Vorbeugung gegen Erkältungen.

Da sich die Viren mittels Tröpfcheninfektion übertragen, hilft auch regelmäßiges Händewaschen bei der Vorbeugung. In unserem Artikel zum Thema Erkältung geben wir Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie sich am besten vor der Krankheit schützen.

 

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Dengue-Fieber