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Hausmittel oder Apotheke?

Bei einer Erkältung und noch mehr bei einer Grippe wünschen wir uns rasche Besserung. Zu diesem Zweck gibt es seit Generationen bewährte Hausmittel wie Zwiebeltee. Zudem häufen sich in der Apotheke rezeptfreie Medikamente, die allesamt Hilfe versprechen. Helfen die medizinischen Mittel besser als der Erkältungstee, den wir uns selber machen?

Bei der Auswahl der Medikation für Influenza und grippale Infekte ist eines besonders wichtig: Die in der Apotheke erhältlichen Medikamente tun nichts gegen die auslösenden Viren selbst. Sie lindern lediglich die Symptome der Krankheit und machen den Weg der Genesung erträglicher. Denken Sie jedoch nicht, Sie wären bereits wieder gesund, weil die Symptome schwinden. Die Zeit der Heilung verkürzen die lindernden Medikamente nicht.

Tabletten und Erkältungstee auf einem Tisch

Altbewährte Hausmittel helfen bei Grippe und Erkältung seit jeher. Kann die Apotheke mithalten? Foto: © Printemps – Fotolia.com

Welche Medikamente sind bei einem Infekt sinnvoll?

Husten, Schnupfen und Halsweh stellen gängige Begleiterscheinungen von Erkältung und Grippe dar. Gegen letzteres hält die Apotheke Lutschtabletten bereit. Sie betäuben Hals und Rachen und verdrängen wirkungsvoll den Schmerz. Der Nachteil: Dieser Effekt schließt Zunge und Backen ein, was beim Essen hinderlich ist. Für Kinder unter sechs Jahren sind derartige Schmerzmittel ungeeignet.

Für Schnupfen empfiehlt der Apotheker Nasensprays mit Salzwasser, die sich auch für kleinere Kinder eignen. Achten Sie darauf, die Präparate nicht länger als eine Woche anzuwenden. Andernfalls gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an die Hilfe von außen und verliert ihre Fähigkeit zur Regulation.

Die Grippe geht in vielen Fällen mit hohem Fieber einher. Bringen Sie Ihr Kind in diesem Fall umgehend zum Arzt. Erwachsene dürfen Fieber zunächst mit den Wirkstoffen Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Ibuprofen behandeln, sollten aber auf die Dosierung Acht geben. Bei hohem Fieber ist ein Arztbesuch unumgänglich.

Kommt es im Zuge einer Erkrankung zu einer bakteriellen Superinfektion, kommen wir um Antibiotika nicht mehr herum: In diesem Fall nisten sich zusätzlich zu den Viren Bakterien in unserem Körper ein – gelangen sie in die Lunge, droht so etwa eine Lungenentzündung.

Erkältungstee: Hausmittel selber machen

Die stärkste Waffe im Arsenal der Hausmittel gegen Grippe und Erkältung heißt Schonung: Gönnen Sie Ihrem Körper die nötige Ruhe und Ihr Immunsystem wird mit den Viren in kurzer Zeit fertig. Trotzdem finden sich unter den Hausmitteln Möglichkeiten, die Beschwerden in dieser Zeit erträglicher zu machen: Wadenwickel senken das Fieber. Wer bei Husten viel trinkt und Wasserdampf inhaliert, wird ebenfalls bald Besserung erfahren.

Gegen Fieber helfen weiter kalte Waschungen oder eine Schwitzkur mit sog. „Fiebertee“. Der aus Blüten zubereitete Aufguss wirkt schweißtreibend und senkt die Körpertemperatur. Ein Klassiker: Heiße Hühnersuppe wirkt den durch Fieber hervorgerufenen Gliederschmerzen entgegen.

Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen schaffen Abhilfe gegen Gliederschmerz und befreien die Nebenhöhlen. Dem Halsweh kommen wir mit Kräutertees bei und Zwiebeltee hilft gegen Husten. Sie können den Erkältungstee ganz einfach selber machen: Zwiebeln mit Schale eine Stunde in einem Topf Wasser kochen lassen. Abgießen und den Zwiebeltee heiß trinken. Dieser Erkältungstee hilft wegen der desinfizierenden Wirkung der Zwiebel.

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