Immer mehr Menschen reagieren überempfindlich auf Milben. Die winzig kleinen Spinnentiere tummeln sich in Betten, Polstermöbeln und Teppichen. Sie können Allergikern das Leben zur Qual machen. Studien zeigen, dass ein pflanzlicher Wirkstoff hilft.

Mit lautem Hatschi und geröteten Augen begrüßte Carola Born jeden Morgen den neuen Tag. Wie der 46-jährigen Sekretärin geht es Millionen Menschen: Sie leiden an einer Hausstauballergie, die von der Hausstaubmilbe hervorgerufen wird.

Schnupfen und Niesen: Der Grund könnte eine Hausstauballergie sein.

Hausstauballergie löst oft morgens Niesattacken aus. Foto: © Alexander Raths – Fotolia.com

Immer mehr Menschen leiden unter Allergien

Nach den Pollen ist die Hausstaubmilbe der zweithäufigste Allergieauslöser. Diese Milben befinden sich in jedem Bett und anderen Textilien. Das Immunsystem der Betroffenen reagiert nicht direkt auf die Tierchen. Vielmehr sind es kleine Eiweißbestandteile aus dem Kot der Milbe, die eine Allergie auslösen.

Wer allergisch darauf reagiert, hat vor allem in den frühen Morgenstunden oft mit Niesattacken, tränenden Augen, einer verstopften oder laufenden Nase zu kämpfen. Unbehandelt können sich die Beschwerden erheblich ausweiten: Sie strahlen unter Umständen bis in den Brustraum aus, was wiederum zu chronischem Asthma führen kann.

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Gehen Sie bei Beschwerden zu Ihrem Hausarzt und machen Sie einen Allergietest. Auch im Alltag können Sie viel tun, um die Belastung mit Hausstaubmilben zu senken. Vermeiden Sie den Kontakt mit dem Allergieauslöser. Tipp: Es gibt eine pflanzliche Hilfe, um den Milben ohne Chemie den Garaus zu machen: Ein natürlicher Extrakt aus Niembaumöl hilft, Milben abzuwehren. Damit klingt die Allergie ab.

Steckbrief Hausstaubmilbe

Hausstaubmilben sind nur 0,1 bis 0,5 mm groß. Sie gehören zur Gattung der Spinnentiere. Im feucht-warmen Klima unserer Betten vermehren sich die Milben sehr schnell. Im Laufe ihres kurzen Lebens hinterlässt jede Milbe das 200-fache ihres Gewichts an Kot. Dieser zerfällt zu Staub und löst bei Betroffenen Allergien aus.

Alltagstipps gegen Milben

  • Luftaustausch: Schlafzimmer täglich gut durchlüften, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu senken.
  • Weniger Staub aufwirbeln: Statten Sie Ihren Staubsauger mit einem Feinstaubfilter aus.
  • Temperatur runter: Bei 18 Grad schläft es sich gut, Milben hingegen lieben wärmere Temperaturen.
  • 60-Grad-Wäsche: Bettwäsche bei mindestens 60 Grad waschen. Kuscheltiere von Kindern ebenso regelmäßig waschen.
  • Sprühen: Matratzen alle sechs Monate mit einem natürlichen Anti-Milbenmittel einsprühen.

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie unter einer Hausstauballergie leiden? Eine Allergie kann nur ein Arzt diagnostizieren. Beim Prick-Test tupft der Arzt allergieauslösende Stoffe auf die Haut, um eine Reaktion auszulösen. Auch im Blut sind Allergene nachweisbar. Für den nasalen Provokationstest wird ein Hausstaubmilbenkot-Allergenextrakt in die Nase gesprüht.

Risiken durch Hausstauballergie

  • Weitere Allergien: Ignorieren Betroffene eine Hausstauballergie, kann es zu einer Verschlimmerung kommen. Man kann plötzlich allergisch auf weitere Stoffe wie Tierhaare oder Blütenpollen reagieren.
  • Asthma: Die Beschwerden weiten sich unter Umständen aus. 40 Prozent der unbehandelten Allergiker entwickeln im Schnitt nach acht Jahren ein chronisches Asthma mit schwerer Atemnot.

Mit Niembaumöl gegen Milben

In Betten fühlen sich Milben am wohlsten, hier finden sie Nahrung. Sie ernähren sich von unseren abgestoßenen Hautschüppchen, die wir täglich verlieren. Und Milben vermehren sich rasant: Die Weibchen leben bis zu drei Monate und legen pro Monat bis zu 80 Eier. In manchen Betten tummeln sich so bis zu zehn Millionen Tierchen.

Hier hilft ein Anti-Milben-Spray mit Mahalin-Extrakt an (z.B. Milbopax, in Apotheken). Die natürlichen Inhaltsstoffe des Mahalin-Extrakts machen die Milbennahrung (Hautschuppen) ungenießbar. Die Milben verhungern. Sie vermehren sich nicht mehr. Der Mahalin-Extrakt unterbricht so den Milbenkreislauf, dadurch nimmt die allergene Belastung deutlich ab. Der Schutz-Effekt des Sprays hält mindestens sechs Monate.

Quelle: Bild und Funk, Gong, Nr. 45.

 

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