Die Veranlagung zu allergischen Reaktionen ist erblich und Heuschnupfen tritt häufig im Kindesalter auf. Die Symptome einer allergischen Rhinitis treffen die Kleinen stärker als Erwachsene. Umso wichtiger ist es für Eltern, dem „Heufieber“ ihrer Sprösslinge frühzeitig entgegen zu wirken. Die Medizin bietet eine Reihe von Behandlungen an und eine Umstellung der Lebensgewohnheiten hilft.

Anders als bei Erwachsenen führt Heuschnupfen bei Kindern zu stärkeren Begleiterscheinungen als dem üblichen Husten, Schnupfen und Niesen. Bleibt er unbehandelt, droht die Verschlimmerung zum Asthma. Zusätzlich zur Behandlung mit Medikamenten müssen Eltern ihre Lebensumstände an die Bedürfnisse ihrer Kinder anpassen.

Die allergische Rhinitis tritt erstmals zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr auf. In Deutschland leiden ca. 35 Prozent der Schulkinder an Heuschnupfen. Betroffene Kinder fehlen im Schnitt vier Tage im Schuljahr.

Heuschnupfen ist erblich

Die Veranlagung zum Heuschnupfen ist erblich und macht sich bei Kindern früh bemerkbar. Foto: © photophonie – Fotolia.com

Welche Symptome zeigt Heuschnupfen bei Kindern?

Kinder leiden bei Heuschnupfen unter ähnlichen Symptomen wie Erwachsene. Die Nase läuft und sie husten und niesen. Bei Hautkontakt treten juckende Rötungen auf. Zusätzlich plagen die Kleinen in der Pollenflugzeit oft geschwollene Augenlider, Fieber und Gliederschmerzen. Dies prägte den Begriff „Heufieber“.

Nicht selten kommt es zu Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Mundgeruch. Der kindliche Organismus ist nicht so robust ist wie der eines Erwachsenen. Die Überreaktion des Immunsystems beim Heuschnupfen macht Kindern stärker zu schaffen.

Vorbeugung und Umstellung der Lebensgewohnheiten

Die Vorbeugung gegen Heuschnupfen beginnt im Säuglingsalter. Stillen Sie bis in den sechsten Monat, um das kindliche Immunsystem zu stärken. Die Muttermilch versorgt es mit Immunoglobulinen und ungesättigten Fettsäuren. Nehmen Sie Ihre Kinder mit ins Grüne. Studien haben gezeigt, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, 15-mal seltener an allergischer Rhinitis leiden als Stadtkinder.

Heuschnupfen bei Kindern erfordert die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei Erwachsenen: Meiden Sie zur Pollenflugzeit anstrengende Aktivitäten im Freien wie Fußball oder andere Sportarten. Lassen Sie Ihre Kleinen lieber nach einem Regenschauer nach draußen. Regen reinigt die Luft von Pollen und bannt die Gefahr von Heuschnupfen. Ein Pollenflugkalender hilft, Ihre Sprösslinge vor den Allergenen zu schützen.

Pollengitter vor den Fenstern und ein Allergiefilter im Auto halten 80 Prozent der Heuschnupfen-Auslöser fern. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor dem Schlafengehen seine Haare wäscht. Hängen Sie die tagsüber getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer der Kinder auf. Generell gilt: Verzichten Sie in der Gegenwart Ihres Kindes auf das Rauchen!

Heuschnupfen bei Kindern: Welche Medikamente eignen sich?

Bei akuten Heuschnupfen-Symptomen verschreiben Kinderärzte Nasensprays. Diese enthalten Cromoglicinsäure, allergiehemmende Antihistaminika oder Kortison. Für den größtmöglichen Effekt beginnt die Therapie mit kortisonhaltigen Nasensprays bereits vor der eigentlichen Pollenflugzeit. Ärzte raten dazu, diese Mittel nur über einen kurzen Zeitraum zu verwenden. Antihistaminika gibt es auch in Tablettenform.

Eine natürliche Alternative ist das indische Lungenkraut (adhatoda vasica). Das aus der ayurvedischen Heilkunst stammende Gewächs verfügt über antiallergische und antientzündliche Eigenschaften. Es bekämpft die typischen Heuschnupfen-Symptome wie Husten, Fließschnupfen und Juckreiz und wirkt abschwellend auf die Bronchien. Für Kinder ist die Anwendung ab einem Alter von zwölf Jahren unbedenklich. Bei Hautreaktionen wie Juckreiz hilft die Ballonrebe und Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Durst bekämpfen Sie mit Kürbisschwämmchen. Fragen Sie in jedem Fall Ihren Kinderarzt.

Mehr Inforamtionen finden Sie auf der Themenseite Pollenallergie.