Das Wichtigste gleich vorweg: Niemand ist dem Stress hilflos ausgeliefert, der ihm das Leben schwer macht und ihn nicht zur Ruhe kommen lässt. Wir dürfen Stress und Schlafprobleme nur nicht ignorieren. Wichtig für ein entspanntes Leben und einen guten Schlaf sind Bewältigungs-Strategien, und die lassen sich leicht einüben:

Tai Chi bringt Entspannung und lindert Schlafstörungen

Tai Chi lindert Schlafstörungen Foto: © Lucianus – Fotolia.com

Die besten Entspannungstipps:

  • Ruhig mit Naturkräften: Um erst aus dem „Hamsterrad“ zu kommen, helfen natürliche Heilmittel aus der Apotheke. Bewährt haben sich beispielsweise Substanzen aus Passionsblume, Hafer und Kaffeesamen – angereichert mit dem Zinksalz der Baldriansäure (zum Beispiel Neurexan). Sie machen tagsüber nicht müde oder abhängig, sorgen schnell für Entspannung und sind akut anwendbar.
  • Bei Stress einfach mal innehalten: Horchen Sie in sich hinein. Etwa bei einem Tee oder Kakao. Machen Sie ein kleines Ritual aus dem Zubereiten Ihres Getränks, indem Sie sich bewusst auf die einzelnen Handgriffe konzentrieren. Und drosseln Sie Ihre Atmung bei Belastungen auf sechs Züge pro Minute. Normalerweise atmen wir bis zu 12-mal ein und aus.
  • Glückshormone locken: Genauso wirkt herzhaftes Gähnen. Oder lächeln Sie. Die beteiligten Muskeln signalisieren dem Gehirn, dass es Glückshormone ausschütten soll. Bewegung macht ebenso glücklich und ausgeglichen. Wir verraten Ihnen bewährte Entspannungstechniken, die Körper und Geist beruhigen:

Entspannungs-Methoden für den Einklang von Körper und Geist

  • Autogenes Training ist eine leicht zu erlernende Technik. Über gezielte Konzentration auf innere Bilder und einzelne Körperteile schirmen Sie sich für einige Minuten von der Außenwelt ab und finden wieder zu sich selbst.
  • Bei der Muskelentspannung nach Jacobson werden der Reihe nach die Muskelgruppen Arme, Gesicht, Hals, Nacken, Bauch, Rücken und Beine jeweils für ein paar Sekunden angespannt und dann abrupt gelockert. Das sorgt für Entspannung.
  • Tai Chi kombiniert langsame Bewegungsabläufe mit einer speziellen Atemtechnik. Studien wiesen nach, dass gerade diese Verbindung vor allem bei Schlafstörungen sehr effektiv ist. Viele Krankenkassen bieten selbst die Möglichkeit, diese Techniken zu erlernen oder zahlen Zuschüsse für zertifizierte Kurse. Nachzufragen lohnt sich auf jeden Fall.

So wichtig ist guter Schlaf

Wir sind nicht nur müde, unkonzentriert und gereizt, wenn wir längere Zeit schlecht schlafen. Wir belasten damit ebenso unseren Stoffwechsel, riskieren Übergewicht und ein schwaches Immunsystem. Darüber hinaus haben Forscher jetzt festgestellt, dass gestörter Schlaf vergesslich macht.

Nur im Tiefschlaf kann das Gehirn die am Tag gesammelten Informationen dauerhaft speichern. Wenn wir bei Stress lange wach liegen, funktioniert das nicht mehr. Vor allem kurzfristig gesammeltes Wissen geht ohne Schlaf verloren. Entspannungstechniken (siehe oben) helfen Ihnen, wieder besser zu schlafen.

Quelle: Echo der Frau, Nr. 19.

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