Krebs gilt als Geißel der Menschheit. Er existiert seit Menschengedenken – schon die Vorfahren des modernen Menschen litten darunter. Heute ist Krebs die zweithäufigste Erkrankung mit Todesfolge in Deutschland.

Es gibt verschiedene Krebsarten. Eine davon ist die Leukämie.

Das Krebsrisiko steigt bei genetischer Veranlagung und bestimmten Umwelteinflüssen. Foto: © Photographee.eu – Fotolia.com

Wie entsteht Krebs?

Unser Körper besteht aus Abermillionen von Zellen. Viele unserer Zellen teilen und erneuern sich regelmäßig. Krebs entsteht durch Veränderungen im Erbgut der Körperzellen und in der Zellteilung: Dabei kommt es zu einer Fehlsteuerung des Wachstums der Zellen. Statt den programmierten Zelltod zu sterben, wachsen diese Zellen ungehemmt. Nach mehreren Mutationen im Erbgut entsteht aus dem kranken Zellhaufen ein bösartiges Krebsgeschwulst, ein sogenannter Tumor.

Normalerweise würde das Immunsystem solche mutierten Zellen zerstören. Doch Krebszellen können sich vor der Abwehr erfolgreich verstecken, indem sie ihre Struktur verändern. Die Krebszellen im wachsenden Tumor bilden dann Blutgefäße und versorgen ihn so mit Nährstoffen und Sauerstoff.

Schließlich wachsen sie ins gesunde Gewebe hinein und zerstören es. Mit seinen Blutgefäßen verbindet sich der Tumor dann mit dem Blutkreislauf und kann sich so im ganzen Körper ausbreiten: Er streut und so wachsen ebenso in den Geweben anderer Körperregionen sogenannte Metastasen des Tumors heran.

Dieser Prozess kann zufällig oder durch genetische Veranlagung geschehen. Genetische Veranlagung zu häufiger Zellteilung erhöht das Risiko für Krebs, da sich bei jeder Teilung die Wahrscheinlichkeit von fehlerhaften Mutationen erhöht. Auch äußere Faktoren und Umwelteinflüsse spielen eine Rolle: Studien zeigen, dass häufiger Sonnenbrand das Risiko für Hautkrebs erhöht. Virusinfektionen spielen ebenso eine große Rolle. So üben Hepatitis B- oder C -Viren Einfluss auf die Entstehung von Leberkrebs aus.

Verschiedene Arten von Krebs

Prinzipiell kann der Krebs jedes Organ und jedes Körperteil des Menschen befallen. In einem Organ können sogar verschiedene Krebsarten entstehen. Die Krebsart unterscheidet sich grob nach der Gewebeart der Ursprungszelle des Krebsgeschwulstes. Diese Krebsarten werden – stark vereinfacht – in drei Gruppen geteilt:

  • Karzinome: Sie sind am häufigsten und entstehen im Epithelgewebe. Das Epithelgewebe besteht aus Zellen, die aktive Organe bedecken. Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise Brustkrebs, Prostatakrebs und der Pankreastumor (Bauchspeicheldrüsenkrebs).
  • Leukämien und Lymphome entstehen in lymphatischen Organen wie Milz, Lymphknoten oder im Knochenmark (wie die Leukämie = Blutkrebs).
  • Sarkome bilden sich meist aus dem Binde- und Stützgewebe wie zum Beispiel den Knochen. Diese Krebsart tritt eher selten auf. Zu ihr gehören beispielsweise der Knochen- und Weichteilkrebs.

Wichtig: Vorsorge ernst nehmen

Da jede Krebsart sehr verschieden ausfallen kann, braucht es unterschiedliche, an die Patienten angepasste Behandlungsmethoden. Der Facharzt gibt Ihnen Auskunft und Beratung. Nach einer sorgfältigen Diagnose sollte er auf die individuelle Situation des Patienten und die bisherigen Ausprägungen der Erkrankungen eingehen und daraus passende Therapiemöglichkeiten vorschlagen.

Die in Deutschland häufigsten Krebserkrankungen sind Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern. Darmkrebs und Lungenkrebs folgen an zweiter und dritter Stelle. Die gute Nachricht: Krebs ist nicht zwingend tödlich, vor allem wenn er rechtzeitig erkannt und therapiert wird. Deshalb sollten Sie Ihre Vorsorgetermine ernst nehmen.

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