Gepflegte Fingernägel sind unsere Visitenkarte.

Gesunde Fingernägel sind glatt, roséfarben und haben keine Flecken. Foto: © Tetiana Zbrodko – Fotolia.com

Jeder schaut automatisch auf die Hände. Auf die eigenen und auf die der anderen. Und man sieht sofort, wenn Fingernägel ungepflegt oder krank sind. Unschöne Fingernägel gefallen niemandem! Die meisten erkennen es intuitiv: Gesunde Nägel sind glatt, roséfarben und kräftig. Sie haben keine Flecken und Grübchen und zeigen weiße Monde. Fehlen ihnen wichtige Nährstoffe, werden sie kraftlos und brüchig.

Im Winter leiden die Fingernägel

Die Hornschicht ist sensibler, als sie auf den ersten Blick erscheint. In der kalten Jahreszeit setzen vor allem drei Effekte den Nägeln zu, die sich gegenseitig begünstigen: Anders als die Haut regulieren Finger- und Fußnägel ihren Feuchtigkeitshaushalt nicht selbst. Warme Heizungsluft und die kalte Luft draußen trocknen sie aus und machen sie spröde. Spröde Nägel binden noch weniger Wasser, sodass sie schnell immer unansehnlicher werden. Sie brechen, reißen ein und werden stumpf.

Zusätzlich verlangsamt sich die Wachstumsgeschwindigkeit der Nägel. Die Nagelplatte muss den täglichen Belastungen viel länger standhalten als im Sommer. Und je älter man wird, desto langsamer wachsen unsere Nägel nach. Unsere Ernährung enthält im Winter ohnehin weniger Nährstoffe, sodass Mangelerscheinungen sich ebenso in den Nägeln bemerkbar machen. Und so zeigt sich in spröden Nägeln oft ein Mangel an Schwefel, einem der elementaren Bestandteile unserer Nagelplatte.

Auf die richtigen Nährstoffe kommt es an!

Magnesium oder Kalzium spielen für unsere Nägel keine Rolle. Silizium ist ein elementarer Bestandteil unserer Nagelplatte und ist in Kieselsäure oder Silicea enthalten. Schwefel hält die einzelnen Hornschichten der Nagelplatte zusammen und kräftigt so den Nagel. Biotin (Vitamin B7) und Pantothensäure (Vitamin B5) begünstigen darüber hinaus die Nagelbildung, sind selbst aber nicht in der Nagelplatte zu finden.

Mineralstoffe und Vitamine aus der Ernährung gelangen nur bis zur Nagelbildungszone (Matrix), da nur dieser Bereich mit dem Blutkreislauf verbunden ist. So reichern sich diese Nährstoffe nur nach und nach im Nagel an. Verbesserungen werden so erst nach mehreren Monaten sichtbar.

Lösung: Die Nägel gezielt mit Nährstoffen versorgen! Bei der direkten Behandlung des Nagels wirkt die Nagelplatte selbst als Barriere. Ein medizinischer Nagellack ist aber in der Lage, die Nährstoffe schnell und ohne Umwege direkt in den Nagel einzuschleusen.

Die Anwendung ist einfach: Täglich abends auf die Nägel pinseln und über Nacht einziehen lassen. Waschen Sie die Lackreste dann am Morgen ab. Nach vier Wochen sehen die Nägel gesund aus! Als Unterlack unter Farblack entfaltet er ebenso seine Wirkung.

Wann sollte ich zum Arzt?

Begutachten Sie regelmäßig Ihre Finger- und Fußnägel. Sind die Nägel rissig oder gelblich/bräunlich? Löst sich die Nagelplatte vom Nagelbett ab? Dann gehen Sie schnellstmöglich zu Ihrem Hausarzt oder Dermatologen. Dahinter kann neben bestimmten Krankheiten ebenso ein Nagelpilz oder Eisenmangel stecken.

So ist unser Nagel aufgebaut

Nägel wachsen aus verhornten Zellen der Haut aus der Wachstumszone (Matrix) heraus. Der sichtbare Teil heißt Nagelplatte. Der weiße Nagelmond wird Lunula genannt. Wir erklären, was auffällige Veränderungen an den Nägeln bedeuten können.

  • Weiße Flecken: Zum Beispiel kann ein Stoß auf den Nagel zu kleinen Verletzungen der Nagelmatrix führen. In der Folge löst sich der Nagel punktuell vom Nagelbett, es entstehen harmlose weiße Flecken.
  • Auffällige Verdickung: Ist der Nagel stark verfärbt (die Verfärbung beginnt meist am oberen Nagelrand) oder verdickt, handelt es sich unter Umständen um einen Nagelpilz.
  • Brüchige und spröde Nägel: Zeichen für Mineralstoffmangel oder häufigen Umgang mit Chemie, zum Beispiel Putzmittel. Hier hilft ein medizinischer Lack.
  • Querrillen: Sie treten möglicherweise bei schweren Erkrankungen auf, beispielsweise bei Infekten, Herzerkrankungen oder als Folge einer Chemotherapie.
  • Längsrillen: Sie sind in der Regel unbedenklich und harmlose Alterserscheinungen, die sich unter Umständen im Laufe der Zeit immer wieder bilden.

 Quelle: Woche der Frau, Nr. 11.

 

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