Der regelmäßige Gang in die Sauna stärkt die Abwehrkräfte. Er beugt Erkältungen und Infekten erwiesenermaßen vor. Zudem fördert die Zeit im Dampfbad nachhaltig die Durchblutung und unseren Kreislauf. Das Geheimnis der wohltuenden Wirkung liegt im Gegensatz von heißer Schwitzphase und anschließender Abkühlung.

Der regelmäßige Gang in die Sauna stärkt das Immunsystem

Regelmäßige Dampfbäder stärken den Kreislauf und das Immunsystem. Foto: © contrastwerkstatt – Fotolia.com

Beim Saunieren halten wir uns während der sog. „Schwitzphase“ etwa 15 Minuten im heißen Saunabereich auf. Dabei weitet die Hitze unsere Gefäße und regt die Durchblutung des gesamten Körpers an. Dies gilt vor allem für unsere Atemwege. Die verstärkte Blutzirkulation in dieser Partie hilft, Krankheitserreger wirksam zu bekämpfen und bewirkt eine Stärkung der Abwehrkräfte. Ebenso wichtig wie die Hitzephase ist das anschließende Abkühlen.

Richtiges Abkühlen

Nach einem Besuch in der Sauna ist es wichtig, den aufgeheizten Körper abzukühlen. Dadurch verengen sich die geweiteten Blutgefäße wieder. Springen Sie dazu jedoch nicht gleich ins Eiswasser! Die Devise lautet: Sanftes Abkühlen. Gehen Sie zunächst ein paar Minuten an die frische Luft, um ihre Atemwege zu kühlen.

Darauf folgt eine kalte Dusche. Erst dann sollten Sie sich in das eisige Becken begeben. Nehmen Sie zum Abschluss Ihres Besuchs in der Sauna noch ein warmes Fußbad. Es normalisiert die Körpertemperatur und verhindert das anschließende Nachschwitzen.

Wie funktioniert der Aufguss?

In der Sauna herrscht eine Temperatur von 80 bis 90 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 10 Prozent. Diese entsteht durch den Aufguss, also dem Verdampfen von Wasser auf heißen Lavasteinen. In öffentlichen Saunen gibt der Saunameister nach einer kurzen Phase des Vorschwitzens hierzu das Wasser mit einem Holzlöffel portionsweise auf die heißen Steine, um die ideale Luftfeuchtigkeit zu erreichen.

Um den Aufguss wohltuender zu gestalten, gibt der Saunameister dem Dampfbad häufig Düfte von Fichte, Eukalyptus oder Zitrusfrüchten in Form ätherischer Öle hinzu. Die daraus entstehenden Dämpfe eignen sich zur Inhalation. Eine weitere Variante des Aufgusses bildet der Eis- oder Schneeaufguss. Hierbei wird das zu verdampfende Wasser mit Eiswürfeln versetzt. Kommen sie mit den Lavasteinen in Berührung, verdampfen sie gleichmäßig und erzielen einen intensiveren Aufguss.

Was gilt es bei einem Besuch in der Sauna zu beachten?

Vor allem auf den oberen Saunabänken nimmt die Hitze im Dampfbad enorm zu. Das setzt unserem Kreislauf zu. Legen Sie sich beim Saunieren am besten auf den Rücken. Achten Sie darauf, beim Aufstehen zunächst die Füße auf den Boden zu stellen und den Oberkörper anschließend langsam aufzurichten. Zudem gilt: Ein Besuch in der Sauna stärkt das Immunsystem und beugt Krankheiten vor. Bei akuter Erkrankung ist das Dampfbad jedoch tabu.

Sehen Sie nach der Abkühlphase davon ab, sich mit Hautpflegeprodukten einzucremen. Das Schwitzen in der Sauna bedeutet eine innere Reinigung und sorgt so für einen natürlichen Schutzfilm auf der Haut. Wenden wir danach eine Creme zur Pflege der Haut an, zerstören wir diesen natürlichen Schutz wieder.