Verzweifelt drehen wir uns von einer Seite auf die andere. Und immer weiter schreitet die Zeit voran, die doch mit erholsamen Schlaf gefüllt sein sollte. Stattdessen dreht sich das Gedankenkarussell, der Stress wächst. Runde um Runde, bis der Wecker klingelt. Und wir starten übermüdet und erschöpft in einen neuen Tag voller Anforderungen…

Immer mehr Aufgaben im Job und ständiger Zeitdruck. Dazu das Gefühl, den Kindern nicht gerecht zu werden und vielleicht Probleme in der Partnerschaft: Stress ist allgegenwärtig. Und er gilt als einer der größten Schlafräuber unserer Zeit. Vor allem Frauen sind noch von weiteren Faktoren betroffen. Hormonschwankungen, etwa vor der Periode, lassen den Schlaf unruhig werden.

Mit natürlichen Mitteln können Sie Stress und Schlaflosigkeit bekämpfen.

Sport hilft beim Abschalten und später beim Einschlafen. Foto: © Asia Yakushevich – Fotolia.com

Schlaf ist wichtig für die Gesundheit

Diese Schwierigkeiten gehen zwar oftmals mit fortlaufendem Zyklus vorüber, doch während der Wechseljahre sieht das anders aus. Die Ursache dafür findet sich im sinkenden Spiegel weiblicher Hormone. Dann beeinflussen nächtliche Schweißausbrüche das Schlafverhalten zusätzlich negativ.

Dabei ist erholsamer Schlaf für viele komplexe Regenerationsvorgänge in unserem Organismus erforderlich: Schlafen wir schlecht, beeinflusst das nicht nur die Immunabwehr. Schlafprobleme wirken ebenso auf die physische und psychische Belastbarkeit, selbst auf unser Gewicht. Hält die Insomnie (Schlafstörung) an, können daraus Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen resultieren. Das Infektrisiko steigt an.

Um dies zu verhindern, ist nicht die Länge der Nachtruhe entscheidend: Ausschlaggebend ist die Schlafqualität. Wer bei sich anhaltend Ein- und/oder Durchschlafschwierigkeiten feststellt, der sollte daher schnell gegensteuern. Hier gilt als Erstes, die Gründe wie mögliche Stressfaktoren herauszufiltern und zu reduzieren.

Neben Entspannungstechniken und schlaffördernden Maßnahmen ist ebenso der moderate Einsatz eines natürlichen Arzneimittels ohne Abhängigkeitspotenzial hilfreich. Eventuell sollten Sie Ihren Hausarzt zu Rate ziehen, um organische Ursachen sicher auszuschließen. Mehr Informationen finden Sie bei Entspannung und Beruhigung oder telefonisch unter der Stress-Helpline 08000/142842. Die kostenlose Stress-Helpline ist für Sie donnerstags von 17 bis 19 Uhr erreichbar.

Essen & Bewegung

Schon zehn Minuten am Abend „um den Block“ zu gehen hat positiven Einfluss auf das Schlafverhalten. Eine halbe Stunde körperliche Aktivität pro Tag ist ideal, um qualitativ guten Schlaf zu fördern und Stress zu lindern. Eine US-Studie ergab, dass Sportler ihren Schlaf zu 80 Prozent als erholsam empfinden. Dagegen sind es bei Bewegungsmuffeln nur 39 Prozent.

Nahrungsmittel, die schwer im Magen liegen und Sodbrennen verursachen, abends lieber weglassen. Gurkensalat, Hülsenfrüchte, kohlensäurehaltige Getränke sowie Fettes, Frittiertes und hartgekochte Eier vom Nachtmahlplan streichen.

Schlaffördernde Lebensmittel enthalten die Aminosäure Tryptophan, die die Produktion des Schlafhormons Melatonin fördert. Tryptophan findet sich beispielsweise in Erdnüssen und Cashewkernen sowie Thunfisch, Edamerkäse und Honigmilch.

Inneres Gleichgewicht durch die Natur

Natürliche Wirkstoffe können helfen, in einen Zustand zu kommen, der es erst ermöglicht, sich mit seinen individuellen Stressquellen sinnvoll auseinanderzusetzen. Wichtig ist, auf verträgliche Substanzen ohne Abhängigkeitspotenzial zu achten. Sie sollen weder die Leistungsfähigkeit, noch die Fahrtauglichkeit herabsetzen.

  • Passionsblume: Die Passiflora incarnata wirkt regulierend auf das Nervensystem und hilft so gegen Unruhezustände und nervöse Schlaflosigkeit.
  • Kaffeesamen: Coffea arabica kann in verdünnten Auszügen beim Abschalten helfen.
  • Zinksalz der Baldriansäure: Zincum valerianicum wirkt geistiger Erschöpfung entgegen und beruhigt gleichzeitig.
  • Hafer Avena sativa verfügt über eine nervenstärkende und konzentrationsfördernde Wirkung.

Ideal ist hier ein Präparat, dass all diese Wirkstoffe in sich vereint (z.B. in Neurexan, Apotheke). Dieses natürliche Arzneimittel ist rezeptfrei erhältlich. Es hilft rasch im Akutfall und kann auch längerfristig ohne bekannte Wechsel- oder Nebenwirkungen eingenommen werden.

Vegetative Stress-Symptome wie nervöse Unruhe sowie Ein- und Durchschlafschwierigkeiten werden so zuverlässig gelindert. Das hilft dabei, ausgeglichener und ruhiger zu werden, aber dennoch aktiv zu bleiben.

Bleiben Sie im Takt – ohne Stress

  • Innere Uhr: Sie folgt einem regelmäßigen Rhythmus und unser Organismus funktioniert optimal, wenn der Takt gleich bleibt. Das heißt, dass Schlafens- wie Aufsteh- und Essenszeiten in einer fixen Zeitspanne stattfinden.
  • Stimmungssache: Aus rein biologischen Gründen ist unsere Laune nachts tendenziell schlechter als über Tag. Verschieben Sie Grübeleien deshalb mit diesem Wissen bewusst auf den nächsten Tag und lenken Sie sich zum Beispiel mit leichter Lektüre ab.
  • Rätsel: Ein einfaches Sudoku kann das Einschlafen erleichtern. Erledigen Sie das jedoch auf Papier: Handys und Tablets arbeiten oftmals mit einem Display-Licht, dass das Schlafverhalten stört. Sie gehören nicht ins Schlafzimmer!
  • Gutes Klima: Halten Sie die Temperatur im Schlafzimmer auf unter 19 Grad und achten Sie auf eine der Jahreszeit angepasste Bettwäsche.

Quelle: TV für mich, Nr. 06.

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