Nicht nur ein erhöhter Cholesterinspiegel ist ein Warnsignal – auch Fettsäuren wie die sogenannten Triglyceride sollten bestimmte Werte im Blut nicht übersteigen: Erhöhte Mengen an Triglyceriden deuten auf ein steigendes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.

Triglyceride nehmen wir vor allem über das Essen auf.

Triglyceride sind natürliche Fette, die wir über die Nahrung aufnehmen. Foto: © Jiri Hera – Fotolia.com

Was sind Triglyceride?

Triglyceride sind Blutfette: Diese natürlichen Neutralfette nehmen wir über die Nahrung auf. Sie sind wichtige Energielieferanten und machen 90 Prozent des Nahrungsfetts aus. Der Körper kann Triglyceride auch selbst aus Alkohol und Zucker herstellen. Die Menge der Triglyceride im Blut erhebt der Arzt über eine Blutabnahme. Oft erfolgt dies zusammen mit Cholesterinwerten, um die Blutfettwerte zu messen.

Vorsicht: Vor der Blutentnahme sollten Sie nüchtern sein. Das heißt: Mindestens zwölf bis vierzehn Stunden zuvor nichts essen und die Finger von Getränken wie Milch und Kaffee lassen. Verzichten Sie am Tag der Blutentnahme auf Sport und trinken Sie drei Tage vorher keinen Alkohol. Sonst sind die Ergebnisse des Blutbildes beeinträchtigt. Fragen Sie Ihren Arzt nach den genauen Vorschriften.

Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt

Die Obergrenze bei Triglyceriden liegt bei 150 mg/dl. Ist sie überschritten, bildet das noch keine Aussage. Die Werte der anderen Blutfette wie des Cholesterins spielen bei der Diagnose ebenso eine Rolle. Aber erhöhte Triglycerid-Werte sind ein Warnsignal für einen gestörten Fettstoffwechsel. Der Arzt kann das individuelle Risiko feststellen und Therapieempfehlungen geben.

Ein erhöhtes Risiko besteht bei Rauchern, Alkoholikern, Diabetikern und Übergewichtigen. Übermäßiger Alkohol- und Zuckergenuss sowie die Einnahme von Medikamenten wie Cortison oder der Antibaby-Pille können die Werte erhöhen. Gleiches gilt für Erkrankungen an der Leber, Niere oder Schilddrüse. Eher selten lassen sich hohe Triglycerid-Werte über genetische Vererbung zurückführen.

Erhöhte Triglycerid-Werte lassen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen, da sie die Blutgefäße schädigen. So kann es zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen. Eine extrem hohe Menge an Triglyceriden (etwa 1000 mg/dl) ist sehr selten und kann zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen.

Eine Ernährungsumstellung hilft beim Abspecken.

Eine gesunde Ernährung und Bewegung senken die Blutfettwerte. Foto: © Sebastian Duda – Fotolia.com

Eine Ernährungsumstellung hilft

Menschen mit erhöhten Triglycerid-Werten sind oftmals übergewichtig. Das liegt daran, dass der Körper Triglyceride im Fettgewebe speichert, wenn er sie nicht braucht. Eine Ernährungsumstellung hilft, erhöhte Werte zu senken: Specken Sie ab und achten Sie auf Ihren Alkoholkonsum.

Verzichten Sie auf fettreiche Speisen – über diese nimmt der Körper die Triglyceride auf. Achten Sie darauf, dass der Körper weniger Triglyceride herstellt: Meiden Sie neben Alkohol ebenso Zucker: Streichen Sie Süßigkeiten und Naschereien von der Einkaufsliste.

Gut tun Ihnen Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren. Sie wirken erhöhten Triglycerid-Werten entgegen. Zu finden sind Omega-3-Fettsäuren vor allem in fettreichem Fisch wie Hering oder Lachs. Auch pflanzliche Lebensmittel wie Rapsöl, Soja oder Spinat enthalten die gesunden Fettsäuren. Ballaststoffe nehmen Sie vor allem über Vollkornprodukte und Gemüse zu sich. Regelmäßige Bewegung hilft ebenso, hohe Triglycerid-Werte zu senken.

Bei schweren Fällen leisten Medikamente wie Statine oder Fibrate gute Hilfe. Eines sollte jeder Betroffene tun: Den Lebensstil zu ändern, wirkt sich in jedem Fall positiv auf Ihre Gesundheit aus. Manche kommen in leichten Fällen einer Fettstoffwechselstörung ohne Medikamente aus, andere können unter Aufsicht des Arztes ihren Verbrauch senken.

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