Bienen können Allergikern gefährlich werden.

Insektengiftallergie: Die Allergie gegen Bienengift ist am weitesten verbreitet. Foto: © LightingKreative – Fotolia.com

Die Sonne scheint, ein laues Lüftchen weht und die Bienen summen in der Luft – bald zieht der Sommer ins Land. Viele Menschen genießen das gute Wetter und spazieren durch den Wald und blühende Wiesen. Überall schwirren Insekten umher. Das kann für einige zur Gefahr werden.

Erhöhtes Risiko für Imker

Unter einer Insektengiftallergie leiden ungefähr 5 Prozent der Deutschen. Wenn ein Insekt einen Betroffenen das erste Mal sticht, kommt es zu einer Sensibilisierung. Beim zweiten Insektenstich erleidet er daraufhin eine allergische Reaktion.

Bienengift gilt als häufigster Auslöser, auf dem zweiten Platz folgt das Wespengift. Seltener sind die Allergien gegen das Gift von:

  • Hornissen
  • Bremsen
  • Ameisen
  • Mücken

Das Risiko erhöht sich für Menschen, die beruflich mit Insekten zu tun haben – wie beispielsweise Imker oder Waldarbeiter.

Behandlungsmöglichkeiten bei Insektengiftallergie

Die Reaktionen treten sehr schnell nach dem Stich auf – fallen aber sehr unterschiedlich aus: Neben Rötungen an der Einstichstelle und Schwellungen im Gesicht zählt auch Atemnot zu den Symptomen. Ärzte raten deshalb den Allergikern, stets ein Notfallset mit bei sich zu haben.

Bei Verdacht auf eine Insektengiftallergie am besten einen Arzt aufsuchen. Er kann die Allergie mit einem Blut- oder Hauttest nachweisen. Bei einer Insektengiftallergie bieten sich Therapiemöglichkeiten an: Hyposensibilisierung und Desensibilisierung. Bei 90 Prozent der Betroffenen zeigte die Behandlung Erfolge. Dabei spritzt der Arzt verdünntes Insektengift unter die Haut der Allergiker. Meist dauert eine Behandlung allerdings mehrere Jahre.

Was tun bei Notfällen?

Falls jemand in ihrem Umfeld einen allergischen Schock auf einen Wespen- oder Bienentsich erleidet, gilt: Bewahren Sie Ruhe und rufen Sie den Notarzt! Im besten Fall besitzt der Betroffene ein Notfallset mit einer Pinzette. Mit der Pinzette sollten sie sofort den Stachel entfernen. Außerdem sollten sich in einem Notfallset Antihistaminika, Adrenalin und Kortison befinden, mit denen Sie den Allergiker behandeln.

Für Betroffene mit Insektengiftallergie gilt: Tragen Sie immer ein Notfallset bei sich. Verhalten Sie sich ruhig, wenn ein Insekt in Ihrer Nähe ist. Wenn Sie mit den Händen wild um sich schlagen, machen Sie das Tier aggressiv. Gehen Sie im Sommer nicht barfuß und verzichten Sie im Freien auf Fleisch und Süßigkeiten. Diese locken Insekten wie Wespen oder Bienen an.

 

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