Was gegen die Wechseljahresbescherden hilft

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, werden für viele Frauen zur Belastungsprobe. Jede dritte Frau leidet in dieser Phase unter mindestens einem der typischen Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Blasenschwäche. Lassen Sie sich von diesen Wechseljahresbeschwerden nicht unterkriegen. Versuchen Sie, Ihre Wechseljahre positiv zu gestalten!

Tipps zum Lindern der Wechseljahresbeschwerden

Die Beschwerden der Wechseljahre lassen sich oft mit einfachen Mitteln lindern. Foto: © Jeanette Dietl – Fotolia.com

 

Erste Hilfe: Hormonersatztherapie?

Da sich der Hormonspiegel während der Wechseljahre und in der Menopause stark verändert, gehen in dieser Zeit viele Beschwerden wie Scheidentrockenheit auf einen Hormonmangel zurück. Lange sahen Ärzte in einer Hormonersatztherapie die beste Lösung, um Wechseljahrsbeschwerden zu bekämpfen. Sie hilft vor allem gegen Osteoporose.

Studien zeigen jedoch: Die Hormontherapie birgt ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs sowie Herz-und Kreislaufkrankheiten. Deshalb sollte sie nur bei starken Wechseljahresbeschwerden angewendet werden. Auch wenn eine Hormonersatztherapie während der Wechseljahre hilft: Viele Frauen würden gerne darauf verzichten und suchen nach alternativen Methoden.

Ändern Sie Ihren Lebensstil!

Empfehlenswert ist eine Änderung des Lebensstils während der Wechseljahre: Rauchen und hoher Alkoholkonsum schaden Ihrer Gesundheit. Legen Sie mehr Wert auf gesunde Ernährung! So senken Sie das Risiko für Gefäß- und Herzkrankheiten. Darüber hinaus lindert ein gesunder Lebenswandel Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen.

Auch regelmäßige Bewegung wirkt gegen die Beschwerden im Klimakterium: Sport tut Ihnen gut! Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihr Wohlbefinden steigert. Experten empfehlen Yoga und Qigong. Beide fördern das Körperbewusstsein.

Wenn Sie unter Harninfektionen oder Blasenschwäche leiden, hilft Beckenbodentraining. Da das Bindegewebe schlaffer wird, kommt es zur Senkung der Organe im Beckenboden. Schwimmen und Radfahren stärken ebenso die Muskeln im Beckenbodenbereich.

Einfache Regeln für jede Frau

Befolgen Sie ein paar einfache Regeln, die die Beschwerden lindern. Greifen Sie bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen zu bequemer Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle und Seide. Kleiden Sie sich mit der Zwiebel-Technik: Tragen Sie mehrere Schichten übereinander. Wechselduschen und Fußbäder bringen Ihren Kreislauf in Schwung.

So meiden Sie Schlafstörungen: Entspannen Sie sich am Abend und machen Sie Ihren Kopf frei. Dabei hilft beispielsweise Yoga oder Autogenes Training. Dunkeln Sie den Raum ab und verzichten Sie tagsüber auf lange Nickerchen.

Wichtig: Kommunizieren Sie Ihre Wechseljahresbeschwerden. Sprechen Sie mit dem Partner, der Familie und Freunden. Reden Sie mit Frauen, die während des Klimakteriums ähnliche Beschwerden haben. Suchen Sie bei heftigen Symptomen, ausgeprägten Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen einen Arzt auf.

Heilpflanzen – eine sanfte Alternative bei leichten Beschwerden?

Statt Hormonen erfreuen sich in letzter Zeit Heilpflanzen wachsender Beliebtheit. Vor allem die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) soll Beschwerden während der Wechseljahre lindern. Bewiesen ist die Wirksamkeit im Zusammenspiel mit Johanniskraut. Denn Johanniskraut steigert die Wirkung der Traubensilberkerze und wirkt gleichzeitig gegen depressive Verstimmungen.

Daneben gibt es weitere Pflanzenpräparate. Sie enthalten zum Beispiel Mönchspfeffer und Yamswurzel. Eine Wirkung konnten Wissenschaftler allerdings nicht nachweisen. Nehmen Sie alle Mittel nur in Absprache mit dem Arzt ein. Die Präparate können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen.

Phytoöstrogene  gelten als Alternative zur Hormonersatztherapie. Sie haben eine ähnliche Struktur wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Lebensmittel wie Soja, Hülsenfrüchte und Bohnen einen hohen natürlichen Gehalt von Phytoöstrogenen. In der Apotheke finden Sie Präparate mit dem isolierten Wirkstoff. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich jedoch nicht nachweisbar.

Alternativ und sanft helfen Tees mit Heilpflanzen: Sie lindern die Wechseljahresbeschwerden. Hopfen und Baldrian wirken gegen Schlafstörungen. Melisse und Johanniskraut helfen bei depressiven Verstimmungen. Salbeitee reguliert Schweißausbrüche.

Akupunktur gegen Hitzewallungen

Massagen fördern die Durchblutung und wirken so den typischen Symptomen während der Wechseljahre entgegen. Am besten hilft Akupunktur: Die Therapie lindert nachweislich Hitzewallungen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse vor der Behandlung, ob sie die Kosten dafür übernimmt.

Zurück zur Themenseite Wechseljahre