Lange Zeit rieten Ärzte bei Heuschnupfen, den Sport einzuschränken. Das gilt heute nicht mehr: Sport schadet Allergikern nicht – im Gegenteil: Bewegung tut Ihnen gut!

Wissenschaftler haben in Studien herausgefunden, dass Sport Allergiker nicht beeinträchtigt und auch die Gefahr von Asthma nicht erhöht. Im Gegenteil: Regelmäßige Bewegung verbessert die Lungenfunktion und lindert so allergische Beschwerden. Das Risiko für Asthma steigt erst bei Hochleistungssportlern.

Die richtige Vorbereitung auf das Training

Sport mit Schnupfnase und tränenden Augen macht natürlich wenig Spaß. Lassen Sie es trotz allem während Ihres Heuschnupfens ruhiger angehen. Brechen Sie Ihre Trainingseinheiten bei Husten, Atembeschwerden oder Atemnot sofort ab. Planen Sie zum Beispiel beim Joggen immer wieder Ruhepausen ein. Gewöhnen Sie Ihren Körper erst mit 15-minütigen Aufwärmphasen an die Anstrengungen.

Die richtigen Medikamente helfen Ihnen , während des Pollenfluges Sport zu treiben. Antihistaminika unterdrücken beispielsweise die allergischen Reaktionen. Die älteren Präparate machen müde und sind somit für Freizeitaktivitäten weniger geeignet. Die neuen Medikamente sollen jedoch weniger Nebenwirkungen haben. Nehmen Sie Ihre Medikamente durchgängig, da sie Beschwerden während dem Sport lindern können. Achten Sie auf die Wirkungsdauer und Dosierung.

Auch mit Heuschnupfen ist Sport möglich

Wer unter Heuschnupfen leidetl, muss nicht auf Sport verzichten – sofern wir einige Grundregeln beachten. Foto: © Subbotina Anna – Fotolia.com

Fitnessstudio oder Joggen im Park?

Verlegen Sie Ihre sportlichen Aktivitäten bei Heuschnupfen nach drinnen. Besorgen Sie sich einen Pollenflugkalender – er hilft Ihnen, den Zeitraum der allergischen Beschwerden einzuschätzen und zu planen. In diesen Wochen oder Monaten trainieren Sie am besten je nach Belastung im Fitnessstudio.

Oder Sie suchen sich eine Sportart, die in abgeschlossenen Räumen stattfindet wie Handball, Tanzen oder eine Kampfsport. Probieren Sie etwas Neues! Begeisterte Kletterer können zum Beispiel Bouldern in den Hallen ausprobieren.

Wenn Sie während der Pollensaison weiterhin draußen trainieren wollen oder ein Wettkampf ansteht, den Sie nicht verschieben können, beherzigen Sie am besten folgende Tipps: Joggen Sie nach den Regenschauern, dann sind weniger Pollen unterwegs. Darüber hinaus ist der Pollenflug am Land abends und in der Stadt morgens am besten verträglich.

Surfen und Wandern

Meiden Sie Gebiete mit Luftverschmutzung: Abgase erhöhen die allergische Wirkung der Pollen. Um Wiesen und Wälder sollten Sie während der Pollensaison ebenso einen großen Bogen machen. Absolvieren Sie Ihr Training am besten in pollenarmen Gegenden wie beispielswiese in Nadelwäldern. Darüber hinaus fliegen im Hochgebirge ab einer bestimmten Höhe keine Pollen mehr: Also auf zum Wandern in den Bergen!

Für Naturfreunde gibt es neben Wandern andere Freizeitaktivitäten, die sich besser mit einem Heuschnupfen vereinen lassen. Dazu zählen Wassersportarten wie Schwimmen, Segeln oder Surfen. Denn am Wasser ist die Pollenbelastung niedriger. Perfekt wäre ein Training am Meer, denn die Küstenregionen zählen zu den pollenarmen Gegenden – vor allem bei Seewind.

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