Juckreiz? Schwellung? Rötung der Haut? Alles Symptome einer Kontaktallergie! Wir erklären Ihnen alles Wissenswerte über diese Erkrankung.

Kontaktallergie: Symptome treten oft verzögert auf

Ausschlag in Folge einer Allergie

Ein Symptom einer Kontaktallergie, Bild © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Bei Allergien reagiert das Immunsystem des Körpers auf harmlose Fremdstoffe und versucht, diese abzuwehren. Dabei kommt es zu Entzündungen auf der Haut, falls sie mit diesem Fremdstoff in Berührung kommt.

Normalerweise beschränkt sich die allergische Reaktion auf die Hautstelle, die den allergieauslösenden Stoff berührt hat. Die Symptome einer Kontaktallergie treten häufig verzögert auf – die Kontaktallergie gehört zum Spättyp der Allergien. Das heißt, die Haut der Betroffenen reagiert Stunden oder Tage nach dem Kontakt. Art und Auftreten der Entzündungen unterteilen sich in folgende Kategorien :

  • Nesselsucht (Kontakt Urtikaria): Sofortige allergische Reaktion mit Rötung und Schwellung, die nach einigen Tagen abklingt.
  • Kontaktdermatitis (Kontaktekzem): Unterschiedlich starke Entzündung der oberen Hautschichten, die erst 24 bis 72 Stunden nach Kontakt auftritt – meist jucken diese Ausschläge stark und verschwinden nach einigen Tagen.
  • Diffuses/Degeneratives Kontaktekzem: Chronische Schädigung der betroffenen Hautstellen, die nach dem Abheilen der Entzündung immer noch empfindlich sind und sich weiter ausbreiten.

Vorsicht: Nicht nur Allergien lösen diese Entzündungen aus, es könnten ebenso andere Erkrankungen dahinter stecken!

Auslöser von Kontaktallergien: Tattoos, Parfüms, Naturkautschuk

Falls eine Kontaktallergie vorliegt, ist Nickel der häufigste Auslöser – dicht gefolgt von den verschiedensten Stoffen. Wir haben Ihnen eine Liste zusammengestellt: Metalle wie Nickel und Kobalt befinden sich unter anderem in Münzen, Schuhen, Knöpfen und Schmuck. Aroma- und Duftstoffe in Parfüms, Kosmetika und Haushaltsmittel führen bei Betroffenen zu allergischen Reaktionen – besonders gefährlich: Perubalsam.

Haut an den Fingern reagiert allergisch auf bestimmte Stoffe

Viele Stoffe lösen allergische Reaktionen aus., z. B. Nickelschmuck, Bild © line-of-sight – Fotolia.com

Oft unterschätzt: Farb- und Konservierungsstoffe, die sich unter anderem in Haarfärbemitteln und Tattoo-Farben befinden. Passen Sie auf, wenn Sie sich tätowieren lassen! Die Farben, die der Tätowierer benutzt, können durch Verunreinigungen, Nickel oder bestimmte Stoffe Allergien auf Ihrer Haut auslösen.

Bei der schwarzen Hennafarbe führt der Stoff PPD (Paraphenylendiam) zu Komplikationen – in Deutschland ist er verboten, aber nicht in allen Urlaubsländern! In den Fake-Tattoos zeichnet der Klebstoff für allergische Reaktionen verantwortlich.

Die sogenannte Latex-Allergie wird durch Naturkautschuk (beispielsweise in Gummihandschuhen und Kondomen) verursacht. Kleidungsallergien entstehen vor allem durch eine Reaktion auf Textilveredelungsstoffe und Chemikalien, die bei der Herstellung benutzt werden. Einige Menschen vertragen dagegen keine natürliche Wolle auf ihrer Haut. Chemikalien gelten als häufige Auslöser von Kontaktallergien. Eine Liste finden Sie auf der Webseite des Bundesinstitutes für Risikobewertung.

Was tun bei Entzündungen?

Häufig trifft die Kontaktallergie bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Pflegepersonal, Friseure oder Krankenpfleger. Menschen mit diesen Berufen haben häufiger Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen. Wie immer gilt: Wenn Sie unter diesen Symptomen leiden, fragen Sie Ihren Arzt um Rat. Machen Sie einen Allergietest! Nur so erhalten Sie eine sichere Diagnose und gute Behandlung einer Allergie. Betroffene meiden am Besten den allergieauslösenden Stoff. Vergessen Sie nicht: Auch andere Krankheiten können diese Symptome auslösen!