Es wäre so einfach: hinlegen, Augen zu, an nichts denken, einschlummern, morgen ausgeruht aufwachen. Für viele Menschen ein Wunschtraum: Sie leiden unter Schlafstörungen. Gehören Sie auch dazu? Nutzen Sie natürliche Hilfen und unsere Tricks für mehr Entspannung, damit das Ein- und Durchschlafen bei Ihnen klappt.

Die Nacht will nicht enden: Sie liegen grübelnd im Bett und drehen sich hin und her. Sie können einfach nicht einschlafen. Jeder zweite Deutsche hat Erfahrungen mit Schlafstörungen. Für Betroffene sind kleine Entspannungspausen im Alltag wichtig.

Stress führt schnell zu Schlafstörungen

Vorsicht bei Schlafstörungen: Das Gehirn kann Schaden nehmen. Foto: © Dan Race – Fotolia.com

Warum das Gehirn sich erholen muss

Wer zu wenig schläft, schadet seinem Stoffwechsel. Atmung und Verdauung geraten aus dem Gleichgewicht. Wir sind tagsüber nervös und können uns schlecht konzentrieren. Darüber hinaus riskieren Sie bei Schlafstörungen Übergewicht und ein schwaches Immunsystem. Beunruhigend: In Studien wurde nachgewiesen, dass unser Gehirn bei zu wenig Schlaf Schaden nimmt.

Haben Sie Schlafstörungen?

  • Wachen Sie regelmäßig mehrmals in der Nacht auf?
  • Sind Sie vor dem Weckerklingeln wach?
  • Grübeln Sie vor dem Einschlafen länger?
  • Schwitzen Sie nachts oft übermäßig stark?
  • Werden Sie oft von Albträumen geplagt?
  • Wälzen Sie sich vor dem Schlafen nervös hin und her?

Auswertung: Haben Sie vier oder mehr Fragen mit Ja beantwortet, liegt vermutlich eine Schlafstörung vor. Versuchen Sie mit natürlichen Hilfen zu entspannen, diese wirken am schonendsten. Tritt keine Besserung ein, sollten Sie zum Arzt gehen!

Die besten Selbsthilfe-Tipps bei Stress

  • Übungen für mehr Entspannung: Bewährt haben sich vor allem Autogenes Training, Tai Chi und Muskelentspannung nach Jacobson. Viele Krankenkassen bieten Kurse an oder beteiligen sich an den Kosten für einen zertifizierten Lehrer. Nachfragen lohnt sich.
  • Langsamer atmen: Wir atmen 10- bis 12-mal pro Minute ein und aus. Wer diese Frequenz in Belastungssituationen halbiert, entspannt sofort. Der Stress nimmt ab.
  • Kaltes Wasser: Halten Sie Ihre Handgelenke unter eiskaltes Wasser. Da die Blutgefäße direkt unter der Hautoberfläche liegen, ziehen sie sich durch den Reiz zusammen. Das beruhigt den Blutfluss und damit das Herz. Danach abwechselnd mit heißem und kaltem Wasser abbrausen. Zwei Minuten – und Sie fühlen sich besser.
  • Strecken Sie sich: Stehen Sie aufrecht und strecken Sie beide Arme nach oben. Dann abwechselnd die linke und rechte Hand zur Decke ziehen. Dabei den Mund weit öffnen und so die Kiefermuskeln dehnen. Danach die Arme locker fallen lassen und lauthals ausatmen. Das baut Spannungen ab.

Quelle: Frau Aktuell, Nr. 20.

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